Durch ein jüdisches Objektiv – | Lektion 3: Jüdischen Volkemeinschaft

 

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Überblick

Die jüdische Volksgemeinscahft verbindet Juden miteinander auf der ganzen Welt. Sowohl heute, als auch in der gesamten Geschichte. Die jüdische Volksgemeinschaft ist ein fundiertes und aktives Gefühl der Zugehörigkeit zum jüdischen Volk, basierend auf gemeinsamen Nennern.

In dieser Lektion denken die Schüler über die Bedeutung der “jüdischen Volkgemeinschaft” nach und finden ihre persönliche Verbindung zur jüdischen Bevölkerung durch Diskussionen, die Einführung von Beit Hatufutsots sechs Säulen der jüdischen Volksgemeinschaft und eine Foto-Mission.

Gliederung (60 Minuten)

Einleitung (15 Minuten)

Bedeutung der jüdischen Volksgemeinscahft (15 Minuten)

Foto Mission (15 Minuten)

Fotos teilen (10 Minuten)

Zusammenfassung (5 Minuten)

Materialien

  • Die Fotografien “Soldat im Urlaub, Israel – 2001”, “Jüdischer Jugendlicher aus Northern Westchester, New Orleans – 2006”, “Die Form des Klanges – 1991” von Zion Ozeri
  • Kopien des Arbeitsblattes C: Sechs Säulen der jüdischen Volksgemeinschaft
  • Kopien von Arbeitsblattes D: Sechs Säulen des jüdischen Volksgemeinschaft
  • Laptop und Projektor
  • Kameras (Handykameras sind akzeptabel)
  • Zusätzliche Hilfsmittel: Beit Hatfutsots sechs Säulen der jüdischen Volksgemeinschaft

Vorbereitung

Richten Sie den Projektor so ein, dass die Fotos angezeigt werden. Wenn Laptop und Projektor nicht verfügbar sind, machen Sie hochauflösende Fotokopien der Fotos, die Sie an die Schüler verteilen oder im Klassenzimmer präsentieren.

Ziele

  • Die Förderung des Verständnisses der Schüler für die Säulen des jüdischen Volksgemeinschaft, für die Vielfalt des weltweiten Judentums, historisches Gedächtnis, jüdische Werte, jüdische Kultur und Kreativität, Hebräisch und andere jüdische Sprachen, eine vielfältige Verbindung zu Israel und zum jüdischen Leben.
  • Bereiten Sie die Schüler auf die endgültige Aufgabe vor.

 

Einleitung (15 Minuten)

Zeigen Sie den Schülern folgende Bilder von Zion Ozeri:

Soldat im Urlaub, Israel – 2001

Jüdischer Teenager aus Northern Westchester, New Orleans – 2006

Die Form des Klanges, Jemen – 1991

Zeichnen Sie auf der Tafel zwei Spalten und benennen Sie diese: „Ähnlichkeiten” und „Unterschiede“.

Teilen Sie diese beiden Spalten in weitere drei Spalten auf, eine für jedes der Fotos.

Zeigen Sie den Schülern die Bilder nacheinander und bitten sie alle Unterschiede, die zwischen ihnen und den Motiven der Fotografie zu sehen sind, zu identififieren (oder halbwegs vermuten können). Notieren Sie ihre Antworten in der entsprechenden Spalte. Lassen Sie außerdem die Schüler die Ähnlichkeiten auflisten.

Beispiel:

 

 Ähnlichkeiten mit MirUnterscheide von Mir
Soldat im Urlaub
Jüdischer Jugendlicher
Die Form des Klanges

Fragen Sie die Schüler:

Siehst Du oder siehst Du keine Ähnlichkeit zwischen Dir und den Menschen auf den genannten Fotos?

Was macht diese Fotos jüdisch?

Fühlen Sie eine Verbindung zu diesen Menschen? Warum oder warum nicht?

Was bedeutet es für Sie, dass Sie und die Menschen auf dem Foto Teil der jüdischen Bevölkerung sind?

Bedeutung der jüdischen Volksgemeinschaft? (15 Minuten)

Stellen Sie der Klasse Beit Hatfutsots sechs Säulen der jüdischen Volksgemeinscahft vor.

Sie können diese an die Tafel schreiben und mit der Klasse die Bedeutung der Säulen erläutern. Bitten Sie die Schüler Beispiele dazu zu geben (einige Vorschläge wurden unten gegeben).

Hier ist es wichtig, dass die Schüler auf ihr eigenes Wissen und ihre Erfahrungen zurückgreifen, so dass sie dazu ermutigt werden darüber nachzudenken wie sie sich persönlich auf die einzelnen Säulen beziehen.

Historische Erinnerungen (Eine gemeinsam, geteilte Erinnerung; Erzählen unserer Geschichten zum Beispiel, Passahfest) Unser Verständnis einer gemeinsamen Vergangenheit, die unser Leben in unterschiedlichem Ausmaß beeinflusst hat.

Wir drücken unseren Schmerz und unsere Freude aus, indem wir die Gemeinschaftssprache verwenden, die uns unsere Geschichte gegeben hat. Diese emotionalen Erfahrungen können stattfinden, egal ob wir den Auszug aus Ägypten feiern, die Chanukka-Kerzen anzünden, uns an den Holocaust erinnern oder jüdische Ereignisse und Erlebnisse während des gesamten Kalenderjahres als wichtig empfinden. Unsere Geschichte verbindet uns miteinander und wir geben diese Erinnerungen an unsere Kinder weiter.

Die jüdische Lebensart (Was ist eine jüdische Lebensart? Glaube und Lebensstil, Rituale und Traditionen) Dieses Konzept bezieht sich auf das, was Juden in ihrem Zuhause und in ihrem persönlichen und gemeinschaftlichen Leben als Teil eines jüdischen Lebens tun.

Dazu gehört das Anzünden von Kerzen am Schabbat, das Fasten am Yom Kippur, das Feiern einer Bar oder Bat-Mizwa, der Bau einer Sukkah und das Respektieren jüdischer Bräuche. Diese Bräuche, wie sie durchgeführt werden, verkörpern den Wunsch, sich zu etwas mehr verbunden zu fühlen, das über die eigene Erfahrung hinausgeht.

Jüdische Werte (Tikkun Olam) Gelehrte diskutieren, ob es möglich ist, bestimmte Werte als spezifisch “jüdisch” zu bezeichnen oder nicht. Einige sagen, dass die Werte, die wir einer bestimmten Religion zuordnen könnten, tatsächlich universelle Werte sind, auf die sich jede Religion auf ihre eigene Weise bezieht.

Andere behaupten, dass es tatsächlich Auffassungen gibt, die aus einer bestimmten Religion stammen und schließlich auf den gesamten Welt angenommen wurden.

Obwohl der Zweck dieses Beitrages nicht darin besteht, diese Debatte auf die eine oder andere Weise auszuholen, ist es dennoch wichtig, die Charakterzüge, die Ethik und die Ideale anzuerkennen, die den Grundstein der jüdischen Werte bilden. Diese Werte sind nicht notwendigerweise ausschließlich jüdisch, sind aber dennoch grundlegende Ideale innerhalb des Judentums.

Typischerweise werden diese Ausdrücke auf Hebräisch ausgedrückt und umfassen, sind aber nicht darauf beschränkt; Tikkun Olam (Reparatur der Welt), Tzedakah (Wohltätigkeit), Talmud Torah (Das Lehren und Lernen der Torah), Bikkur Cholim (Die Kranken besuchen), Hachnasat orchim (Gastfreundschaft) und Gemilut Chassadim (Akt der Liebenswürdigkeit).

Das Judentum hat eine ethische und moralische Sprache, die, auch wenn sie zum Ausdruck gebracht wird, notwendigerweise ein grundlegender und untrennbarer Teil des jüdischen Lebens eines Einzelnen oder einer Gemeinschaft ist.

Eine facettenreiche Verbindung zu Israel (Hat einer der Schüler schon einmal Israel besucht? Wie oft? Fühlen sie sich mit dem Land verbunden? Was bedeutet Israel für sie?)

Das Land Israel, Zion, das jüdische Heimatland: Dies sind nur einige Möglichkeiten um die Idee Israels zu verdeutlichen, die seit jeher ein wesentlicher Bestandteil der jüdischen Geschichte und der jüdischen Geistigkeit ist. Von Anbeginn der Bibel bis in die Gegenwart haben sich die Juden auf verschiedene Weise auf dieses Leitbild bezogen. Sei es durch religiöse Texte, Gebete, ein Besuch des Landes, Unterstützung der Menschen und Institutionen in diesem Gebiet, Einwanderung oder sogar indem sie protestierten.

Einige fühlen sich verbunden mit dem Konzept von Eretz Yisrael (wörtlich übersetzt “Land Israel”), dem biblischen Land, das Abraham versprochen wurde und das die Israeliten nach 40 Jahren Wanderung in der Wüste erreichten.

Andere halten es für eine Heimat, den Höhepunkt der zionistischen Bewegung und einen notwendigen Schutz nach dem Holocaust. Eine andere Perspektive besteht in Verbindung mit dem modernen Staat Israel, einem Land mit fast neun Millionen Einwohnern verschiedener Rassen, Religionen und Ethnien: eine sehr erfolgreiche Nation, die jedoch noch keine Vereinbarung mit ihren Nachbarn treffen und ihre Grenzen abschließen konnte.

Jeder dieser Ansätze kann eine bedeutende und sinnvolle Möglichkeit sein, sich auf einen (physischen oder philosophischen) Ort zu beziehen, der in der jüdischen Vorstellung eine große Rolle spielt.

Hebräische und jüdische Sprachen

(Ladino, Jiddisch – Die Wichtigkeit im jüdischen Leben lag darauf, Hebräisch von klein auf zu lernen)

Hebräisch ist seit Jahrhunderten die allgemeine jüdische Sprache, unabhängig davon, ob ein Einzelner die Sprache beherrscht und versteht. Nichtsdestotrotz ist es nicht die einzige jüdische Sprache. Jiddisch, Ladino und Judeo-Arabisch sind besonders bedeutend und wichtig, obwohl Juden auf der ganzen Welt eine Unzahl verschiedener Sprachen sprechen und sprachen. Lesen, Sprechen und Schreiben in einer oder mehreren dieser Sprachen kann eine starke Verbindung zu Menschen und Subkulturen in der jüdischen Gemeinschaft (Jiddishisten, Sozialisten, Säkularisten, Zionisten, Chassidim, um nur einige zu nennen) und der jüdischen Geschichte sein.

 Jüdische Kultur und Krativität

(Kennen die Studenten Beispiele zu jüdischer Kunst, Musik und Literatur? Die Fotografien von Zion Ozeri und der Fotowettbewerb “das jüdische Objektiv” sind auch Beispiele jüdischer Kreativität.)

Die Welt der jüdischen Kunst und Kultur ist riesig und es gibt viele Möglichkeiten, sie zu einem sinnvollen Teil eines  jüdischen Lebens zu machen. Der Zugang selbst ist breit gefächert und kann sich auf Werke jüdischer Schöpfer, jüdischer Erschaffungen und jüdische Interpretationen der Werke anderer beziehen.

In der Praxis kann dies das Geschichten lesen jüdischer Autoren und Dichter, das Erlernen neuer Piyyutim (liturgische Poesie), das Besuchen eines israelischen Filmfestivals, das Singen einer neuen Version von Adon Olam oder das Ausprobieren eines neuen Rezeptes für einen Pessach Festkuchen umfassen.

Die Inspiration von jüdischen Persönlichkeiten wie dem Fotografen Anton Mislawsky, Regina Jonas oder Albert Einstein kann eine Möglichkeit sein nicht einfach von kreativen jüdischen Persönlichkeiten zu lernen, sondern diese Kreativität zu stärken und neu zu erfinden.

Ebenso ist das anspruchsvoll, gefestigte Denken – in Mathematik, Naturwissenschaften, Architektur oder jedem anderen Bereich – ein stolzer und langjähriger Teil unserer Tradition, Kompetenzen zu hinterfragen und auf neue und kreative Weise über die Welt nachzudenken.

 

Erklären Sie, dass man sich mit einer, einigen, allen oder gar keiner dieser Säulen verbunden fühlen muss – jede unserer Identitäten ist vielschichtig, komplex und unterscheidet sich von der Nächsten. Jeder Mensch hat seine eigene Art zu definieren, was es für ihn bedeutet jüdisch zu sein.

Als Nächstes sehen Sie Fotos von früheren Wettbewerben des jüdischen Objektives.

 

Das jüdische Objektiv, Bildergalerie 2017:

https://www.bh.org.il/education/jewish-lens/jewish-lens-2017-gallery/

Das jüdische Objektiv, Bildergalerie 2018:

https://www.bh.org.il/jewish-lens-2018/

Teilen Sie der Klasse das Arbeitsblatt “Sechs Säulen der jüdischen Volksgemeinschaft – Beit Hatfutsot” aus und bitten Sie sie, jedes Foto mit einem oder mehreren der Säulen (die auf der Tafel angezeigt werden) abzustimmen, die ihrer Meinung nach zusammenhängend oder relevant sind. Diese Aufgabe kann einzeln oder paarweise ausgeführt werden.

Nachdem die Schüler ihre Wahl getroffen haben, bitten Sie einige Schüler kurz zu erklären, warum sie sich dafür entschieden haben.

Alternativ können Sie die Bilder ausdrucken und im Klassenraum aufhängen.

Bitten Sie die Schüler, sich im Raum zu bewegen und sich alle Fotos anzusehen und dann neben neben einem stehen zu bleiben, von dem sie glauben, dass sie sich selbst oder ihre Verbindung zur jüdischen Volksgemeinschaft gut reflektieren.

Nachdem alle ein Foto ausgewählt haben, bitten Sie einige der Schüler, dem Rest der Klasse zu erklären, warum sie dieses Bild ausgewählt haben. Was ist die Botschaft des Fotos? Was sagt Dir das Foto über das jüdische Volk?

Foto – Mission (15 Minuten)

 

Bitten Sie die Schüler, darüber nachzudenken, auf welche der Säulen sie sich am meisten beziehen, und anschließend ein Foto (im Gebäude, Flur, im Freien usw.) aufzunehmen, das das Konzept dieser Säule widerspiegelt. Sie können wählen, ob sie ein Foto aufnehmen möchten, das eine Säule widerspiegelt, oder sechs Fotos für alle sechs Säulen.

Stellen Sie sicher, dass Sie die verschiedenen Kompositionsaspekte, die in Lektion 1 und 2 eingeführt wurden, mit den Schülern abschließen, bevor Sie beginnen.

Fotos teilen (10 Minuten)

 

Lassen Sie die Schüler ihre Fotos teilen.

 

Mögliche Diskussionspunkte:

Was hast du fotografiert und warum?

Welche Säule haben Sie gewählt und warum?

Waren einige der Säulen schwerer zu vertreten als andere?

Welche kompositorischen Aspekte haben Sie berücksichtigt?

Wie würden Sie die Abbildung verbessern, wenn Sie könnten?

 

Erinnern Sie die Schüler daran, dass sie diese Bilder auf Instagram hochladen und das Bild mit der Instagram-Seite Beit Hatfutsot Jewish Lens (www.instagram.com/jewishlens), und / oder dem Hashtag: “ #jewishlens “, makieren können.

Nachbearbeitung (5 Minuten)

 

Zeigen Sie der Klasse Beit’s Hatfutsot Video “Sie sind Teil der Geschichte”:

 

 

Erklären Sie im Anschluss an das Video, wie die im heutigen Unterricht ausgeübten Fähigkeiten auf die endgültige Aufgabe vorbereiten. Der Unterricht soll dabei helfen herauszufinden wie die kreativen, fotografischen Fähigkeiten, jeden der persönlichen jüdischen Geschichte näher bringen kann.

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