JÜDISCHES OBJEKTIV – Zusätzliche gestalteriche Fotoarbeit

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Die folgenden Aktivitäten können zu jedem „Jüdischen Objektiv“ Unterricht hinzugefügt werden, wenn die Zeit es erlaubt oder wenn der Erzieher den Schülern ein zusätzliches Projekt mit nach Hause geben möchte.

Umrahmung der Geschichte

Bitten Sie die Schüler, ein Familienfoto (ihrer Eltern, Großeltern usw.) zu finden und zum Unterricht mitzubringen. Teilen Sie die Schüler in Gruppen und ordnen Sie die Fotos den jeweiligen Gruppen zu. Die Schüler haben somit die Möglichkeit sich die Fotos genauer anzuschauen und zu beschreiben; Was steckt hinter der Geschichte des Fotos? Ermutigen Sie sie, genau hinzuschauen und die Umgebung, Kleidung, Gesichtsausdrücke usw. zu untersuchen. Die Schüler spielen dann gemeinsam die Fotografien nach und halten die Nachstellung als Foto fest.

Sehen Sie sich die beiden Bilder nebeneinander als Klasse an. Diese Fotografien verbinden die Vergangenheit mit der Gegenwart, einer alten und fortlaufenden Geschichte. Stellen Sie den Gruppen Fragen wie:

◾Was sind die Unterschiede zwischen den beiden Bildern?

◾Was sind die Gemeinsamkeiten?

◾Was wurde in der Nachstellung besonders gut umgesetzt?

◾Was fehlte?

◾Was hat sich im Laufe der Jahre verändert?

◾Welchen Aufschluss gibt uns die Vergangenheit für die aktuelle Realität?

◾Was nehmen wir aus der Vergangenheit mit in die heutige Zeit?

Alternativ können Sie diese Aufgabe als Hausaufgabe festlegen und die Schüler können die Szene mit ihrer Familie nachspielen.

Zur Inspiration könne Sie sich diese Foto-Nachstellungen aus der Beit Hatfutsot-Kollektion ansehen.

Diese Aktivität ist Teil des Programms „G2G: Generation to Generation“ im Beit Hatfutsot Museum.

Um mehr über das Programm und weitere generationenübergreifende Möglichkeiten zu erfahren, klicken Sie hier.

Hinter den Kulissen

Bitten Sie jeden Schüler, ein Foto von zu Hause mitzubringen (dies kann eines sein, dass er Selbstständig gemacht hat, oder ein Familienfoto).

Verteilen Sie die Fotos im Unterricht auf dem Tisch und lassen Sie den Schülern einige Minuten um diese genauer betrachten zu können und ein Foto das ihnen gefällt und womit sie sich identifizieren können, auszuwählen (nicht ihr eigenes). Wenn die Schüler jeweils ein Bild ausgewählt haben, lassen Sie ihnen Zeit darüber nachzudenken, wie die Geschichte hinter der Szene aussehen könnte.

Bitten Sie einige Schüler der Klasse die Geschichte zu erzählen, die sie sich hinter dem Foto vorstellen. Bitten Sie anschließend den Schüler, der das Foto mitgebracht hat, um die Erzählung der wahren Geschichte. Sie können dann die Unterschiede sowie die Verbindungen zwischen den beiden Geschichten vergleichen. Dies ist ein interessanter Weg, um das Problem der Interpretation mit den Schülern zu thematisieren und zu zeigen, wie jede Person ihre eigene subjektive Sichtweise, ihren Kontext und ihr Wissen in die Interpretation eines Bildes einbringt.

Fragen zur Diskussions-/Gesprächsförderung

◾Was zog Sie zu diesem Foto?

◾Welche Vorurteile könnten daraus entstehen, wo Sie aufgewachsen sind?

◾Wie unterscheidet sich die Wahrheit hinter dem Foto von dem, was Sie erwartet haben?

◾Warum haben Sie erwartet, dass die Geschichte hinter dem Foto die ist, die Sie gewählt haben?

◾Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen diesem Foto und den Fotos Ihrer Familie?

Inspirierende jüdische Fotografen

David Seymour (Chim)

Mitbegründer von „Magnum Photos“ und ein Pionier des goldenen Zeitalters des politischen Fotojournalismus, Chim`s kult Fotografien von Israel können im Unterricht fokussiert werden.

Chim besuchte wiederholt Israel und hielt die Erfahrungen von Juden aus der ganzen Welt fest, die “Aliyah” (Einwanderung nach Israel) machten: von der freudigen Ankunft neuer Einwanderer im Hafen von Haifa bis zu einer Gruppe von Frauen, die das tashlich Gebet am Strand von Tel Aviv rezitieren.

Durch diese und weitere Porträts und Landschaften sehen wir einige der Herausforderungen, denen sich die Pioniere in den ersten Jahren des Staates Israel gegenüberstellten, sowie die Verbindung, die sowohl Chim als auch seine Untertanen mit dem jungen Land verbunden hatte.

Frederic Brenner

„1981 erstellte Brenner eine Chronik jüdischer Gemeinden auf der ganzen Welt und untersuchte, was es bedeutet, mit einer tragbaren Identität zu leben und zu überleben: wie Juden die Traditionen und Sitten ihrer Heimatländer annahmen und trotzdem Teil des jüdischen Volkes waren.

Von Rom bis New York, Indien, Jemen, Marokko, Äthiopien, Sarajevo und Samarkand, verbrachte er 25 Jahre in über 40 Ländern, um die Diaspora (Verstreutheit) der Juden zu erfassen und die Suche nach einer Vielzahl dissonanter Identitäten zu schaffen.

Quelle und weitere Fotos:

http://www.fredericbrenner.com

Robert Capas Fotografien Israels

1948 reiste der Kriegsfotograf Robert Capa nach Israel, wo er das Leben der Menschen in ihrer neu gegründeten Heimat festhielt.

Adi Nes

Ein aus Kiryat Gat stammender Israeli, der die israelische Verteidigungsmacht und israelischen Männer im Allgemeinen in einem ungewöhnlichen Licht zeigt. Durch seine Arbeit ahmt er biblische Szenen, soziale Unterschiede und Kernaspekte des israelischen Lebens und der menschlichen Erfahrung nach.

Leni Sonnenfeld

Die Fotografie von Leni Sonnenfeld zeigt malerische Schätze der jüdischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Leni und ihr Ehemann Herbert schufen ein Erbe der Fotografie, das heute durch das Archiv ihrer Arbeiten, die in der Beit Hatfutsot-Datenbank und anderswo verfügbar sind, weiterlebt. Nachdem sie vor dem Zweiten Weltkrieg aus Deutschland geflohen waren, setzten sie ihre Arbeit in New York fort.

Leni reiste mit ihrer Kamera nach Marokko, Spanien, Jemen, Iran, Irland und Israel, wo sie das jüdische Leben dokumentierte.

Leni und Herbert Sonnenfeld haben Fotografien hinterlassen, die eine lebendige Erinnerung an historische Ereignisse in der Geschichte des jüdischen Volkes seit dem Jahr 1930 und im gesamten 20. Jahrhundert sind, tragisch und glücklich zugleich.

Leni Sonnenfeld fotografierte bis zu ihrem Tod im Alter von 96 Jahren weiter.

Eve Arnold

In einem orthodoxen jüdischen Haushalt aufgewachsen, kam Arnold zufällig zur Fotografie. Sie wurde später die erste Amerikanerin, die in der Fotoagentur „Magnum Photos“ aufgenommen wurde.

Eve war bekannt für Ihre herausragenden Arbeiten, der eingefangenen Fotografien von Politikern und Prominenten wie Malcom X und Marilyn Monroe. Diese Arten von Fotos waren ihre größten Einnahmequellen, womit sie sozial aktivere Projekte in der Welt der Fotografie fördern konnte. Zum Beispiel die Erfassung von Bürgerkriegen und sozialen Bewegungen an Orten wie Sowjetrussland und China.

Fragen zur Diskussions-/Gesprächsförderung

  • Welchen Abweichungen sehen Sie in den Motiven ihrer Fotos? Merken Sie sich wiederholende Merkmale?
  • Zeigen die Fotos in ihren Augen jüdische Themen auf?
  • Würden Sie die Arbeit all dieser Fotografen als jüdisch bezeichnen? Oder ist deren Arbeit nur jüdisch, weil sie es sind?
  • Was wollte Chim vermitteln, was sich auch bei Arnold, Ozeri oder einem der anderen jüdischen Fotografen zeigt?

Kreative Antworten auf Fotografie

Lassen Sie die Schüler kreativ auf die Arbeit der oben genannten Fotografen oder eines jüdischen Fotografen ihrer Wahl reagieren.

Optionen / Ideen für kreative Antworten

  • Videoprojekt
  • Malen/Zeichnen durch das Nachbilden eines oder mehrerer Fotos
  • Comic-Reihe basierend auf den Fotos
  • Kollage aus mehreren Fotos, die eine Botschaft oder ein Thema hervorheben, das sich auf Ihre persönliche jüdische Geschichte bezieht

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